easyJet begüßt Nicarnicas Abkommen über den Produktionsstart der Aschedetektor-Technologie AVOID

21.07.2014 [09:35] : Die Airline ist für den Einsatz der Technologie an Bord ihrer Flugzeuge einen wichtigen Schritt weiter.

Berlin - EasyJet begrüßt die von Nicarnica Aviation und Elbit Systems getroffene Vereinbarung über die Einbindung der Aschedetektor-Technologie AVOID in die Elbit Systems EVS Lösung. Die Produktion wird 2015 anlaufen. Ziel der Airline ist es, eines seiner Flugzeuge mit der ersten Einheit des Systems auzustatten. Damit wären die Briten die erste Fluglinie, die mit dem System zum Aufspüren von Vulkanasche ausgestattet ist.

"Dieses Abkommen stellt einen konkreten und bedeutsamen Schritt auf dem Weg von der Konzeption dieser Technologie bis zu ihrer Umsetzung dar", sagt Ian Davies, EasyJet Engineering Director. "EasyJet unterstützt bereits seit 2010 die Entwicklung dieser innovativen Technologie, als der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull den gesamten Flugverkehr in Europa zum Stillstand gebracht hat. Gerne lassen wir als erste Airline diese Technologie an unseres Flugzeuge anpassen."

"Für den Einsatz des ersten kommerziellen Angebots des AVOID-Systems an Bord der EasyJet Flotte haben wir einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht", fügt Dr. Fred Prata, Chief Technical Officer bei Nicarnica Aviation und Erfinder AVOID-Technologie, hinzu. "Die Geschäftsbeziehung zwischen Nicarnica Aviation und dem großen Avionikanbieter Elbit Systems garantiert, dass das AVOID-System den geltenden Industriestandards entsprechen wird. Außerdem wird diese Partnerschaft die kommerzielle Entwicklung von AVOID beschleunigen. Die Integration des Systems in das Flugzeug ist die letzte technische Herausforderung und wir gehen davon aus, dass das erste easyJet Flugzeug in naher Zukunft mit diesem System fliegt."

Radar für Vulkanasche
Das AVOID-System kann mit einem Wetterradar für Asche verglichen werden. Das von Fred Prata entwickelte System basiert auf einer Infrarot-Technologie, die ans Flugzeug angepasst wurde, um Piloten und Kontrollzentren mit Bildern zu versorgen. Anhand der Bilder können Piloten eine Aschewolke aus bis zu 100 Kilometer Entfernung und auf Flughöhen von 5.000 bis 50.000 Fuß (1.500 bis 15.000 Metern) sehen. Mit kleinen Änderungen der Flugroute lassen sich Aschewolken umgehen. Das Konzept ist den Wetterradargeräten sehr ähnlich, die heutzutage als Standard für Verkehrsflugzeuge gelten.

Am Boden können die Informationen der mit der AVOID-Technologie ausgestatteten Flugzeuge dazu genutzt werden, um sich ein präzises Bild der Aschewolke durch Echtzeitdaten zu machen. Ohne diese Bilder würden bei einem Vulkanausbruch weite Bereiche des Luftraums gesperrt werden. Die geringere Anzahl an Unterbrechungen im Flugverkehr, die AVOID ermöglicht, kommt den Passagieren zugute. Die Technologie wurde im vergangenen November von Airbus in einem Experiment getestet, das die Erschaffung einer künstlichen Aschewolke umfasste.

Foto: Carstino Delmonte

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