LAN Airlines: Flugplanänderungen gegen das tägliche Chaos am Flughafen Lima

26.03.2013 [15:09] : Mittagsspitze wird teilweise auf den Morgen verlagert. Hoffnung auf Ende der unendlichen Menschenschlangen am peruanischen Hauptstadt-Airport

 

Frankfurt - LAN Airlines und ihre Tochtergesellschaften wollen ab 30. März 2013 Änderungen bei den internationalen Flugplänen vornehmen. Derzeit liegt der Schwerpunkt der Flugpläne von LAN Airlines und ihren Tochtergesellschaften (LAN Peru, LAN Ecuador, LAN Chile, LAN Argentina) am Flughafen von Lima am Mittag und Mitternacht. Das Chaos am Flughafen zu den mittäglichen Spitzenzeiten könnte bis dato größer kaum sein.

Obwohl durch spezielles Sicherheitspersonal ausschließlich Passagiere mit Pass und Flugdokumenten in das Abflugterminal vorgelassen werden, sind die Menschenmengen an den voll ausgelasteten Schaltern der Airlines gigantisch. Selbst ein spezieller Schalter für Familien mit Kindern und Behinderten sowie Schalter für Business- und First-Class-Schalter sind überlastet und einzelne Ordner der Airline laufen regelmäßig die Menschenreihen von Hunderten von Passagieren ab, um Kunden für kurzfristige Abflüge bevorzugt abzufertigen. Die Wartezeiten der Menschenschlangen an den Schaltern dauern oft bis zu einer Stunde oder länger, was insbesondere bei Touristen oft zu Verunsicherung führt.

Schuld daran war der bislang eingereichtete Flugplan. Der überschaubare Flughafen von Lima musste durch die vielen Abflüge von mehreren Großraumjets innerhalb kürzester Zeit Menschenmengen bewältigen, für die er offenbar nicht ausgelegt war. Hinzu kommt, dass Passagiere von Inlandflügen mit internationalen Anschlüssen ab Lima ihr Gepäck selbst innerhalb derselben Luftverkehrsallianz nicht durchabfertigen konnten, sondern ihr Gepäck zunächst am Gepäckband holen und dann in der Haupthalle erneut einchecken mussten.

LAN Airlines hat die Problematik offenbar erkannt und wird ab 30. März die Mehrheit des Mittagsbetriebs auf den Morgen verschieben – mit Ausnahme einiger Flüge, die ihren ursprünglichen Zeitplan beibehalten. Welche diese sind, teilte die Airlinegruppe in einer Pressemitteilung nicht mit.

Laut Unternehmensangaben ist das Ziel dieser Änderung die Optimierung von Gesamt-Flugzeiten. Sie soll Passagieren verbesserte Möglichkeiten bieten, Südamerika und den Rest der Welt über Lima zu erreichen. Das Unternehmen plant die Umsetzung dieser Änderungen so effizient wie möglich zu gestalten.

LAN-Passagiere müssen allerdings aktiver als Kunden manch anderer Airlines dem Unternehmen bei der Einhaltung ihrer Flugpläne helfen. Sie werden gebeten, auf den Webseiten der Airlinegruppe ihren jeweiligen Flugstatus zu kontrollieren. Dort können sie ab 48 Stunden bis zwei Stunden vor Abflug einen Pre-Check-In vornehmen. Dieser Pre-Check-In hat etwa die Funktion eines Bestätigungsanrufes. Sitzplatznummern werden dabei nicht immer vergeben und auch das Gepäck kann noch nicht eingecheckt werden. Durch die begrenzte Schalterzahl, die LAN bisher in den Mittagsstunden am Flughafen Lima angemietet hatte, war ein "Baggage-Drop-Off" wie bei anderen Airlines wegen der Massen von gleichzeitigen Flugreisenden nicht möglich. Die Schalter wurden für reguläres Check-In benötigt.

LAN-Passagiere müssen sich bereits drei Stunden vor dem planmäßigen Abflug ihres Fluges am Flughafen einfinden, die meiste Zeit davon wird ihnen nicht selten das Warten in der Schlange abverlangt. Diese Regelung gilt unabhängig davon, ob es sich um einen nationalen oder internationalen Abflug handelt.

Wie immer im Luftverkehr dürfen keinerlei verbotene Gegenstände im Handgepäck mitgeführt werden. Diese sollten - sofern überhaupt zur Mitnahme erlaubt - sofort ins aufgegebene Gepäck gepackt werden. Eine Rückkehr zum Check-In in Lima bedeutet nicht nur ein erneutes Warten in der Schlange, es werden auch doppelte Gebühren für die Sicherheitskontrolle kassiert.

LAN Peru gilt in dem lateinamerikanischen Land als die größte Fluglinie. Sie bedient viele Strecken gänzlich oder nahezu exklusiv. Ernstzunehmende Konkurrenz durch "Billigflieger" gibt es in Peru praktisch nicht.

Foto: Carstino Delmonte

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